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Ein Hund mit Diabetes?

Wer kann eigentlich Diabetes bekommen? Kinder, Sportler, ältere Menschen oder Karrierefrauen, niemand ist davon ausgenommen. Aber wie ist es mit Tieren? Kann der beste Freund des Menschen etwa auch wie Herrchen oder Frauchen an einem Diabetes erkranken? Er kann, aber was muss man bei diabetischen Tieren genau beachten?

Für Tierliebhaber ist es oft überraschend, doch auch Hunde und Katzen können an einem Diabetes erkranken. Gelegentlich bekommen auch Pferde und andere Säugetiere wie beispielsweise Kaninchen oder Mäuse einen Diabetes. Bei den unterschiedlichen Tierarten können verschiedene Formen der Erkrankung auftreten. Die Ursachen sind dabei nicht bei jeder Spezies die gleichen und die Behandlungsmethoden unterscheiden sich zum Teil gravierend von den Therapieverfahren beim Menschen.

Diabetes - was ist das eigentlich?

Wie bei Menschen mit Diabetes ist der Körper eines erkrankten Tieres meistens nicht mehr in der Lage, den Blutzuckerspiegel durch regelmäßige Insulinproduktion selbst zu kontrollieren. Das beeinflusst den gesamten Stoffwechsel des Tieres negativ, denn neben dem Kohlenhydrat- sind in Folge auch Fett- und Eiweißstoffwechsel gestört. Eine Stoffwechselentgleisung zieht wiederum massive, körperliche Schäden nach sich: Ein unentdeckter Diabetes kann für Hunde und Katzen ebenso tödlich sein wie für einen Menschen. In der Tiermedizin werden die Ursachen des Diabetes in drei Gruppen unterteilt: Es gibt einen insulinabhängigen Diabetes bei Tieren, der in etwa vergleichbar mit einem Typ-1-Diabetes bei Menschen ist. Daneben existieren auch ein insulinunabhängiger und der so genannte sekundäre Diabetes im Tierreich.

Diabetesformen bei Tieren

Wenn der Hund oder die Katze sehr viel frisst und trotzdem immer dünner wird, ist das ein deutliches Anzeichen für einen insulinabhängigen Diabetes. Der Zucker kann nicht vom Blut in die Körperzellen des Tieres gelangen, weil der Botenstoff Insulin fehlt. Die Ursachen dieser Erkrankungen können genetisch bedingt sein und insbesondere bei reinrassigen Tieren wegen der Inzuchtproblematik auftreten. Andere Ursachen dieser Diabetesform könnten eine Infektion mit dem Virus Parvovirose oder eine Stoffwechselerkrankung sein. Ein insulinunabhängiger Diabetes bei Tieren ist vergleichbar mit einem Typ-2-Diabetes bei Menschen: Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar noch Insulin, doch der Körper des Tieres kann es nicht mehr richtig verwerten. Es kommt beispielsweise zu verzögerter Insulinausschüttung und einer Insulinresistenz, bei der die Organe einfach nicht auf das Hormon reagieren. Dies ist allerdings auch die seltenste und am wenigsten erforschte Form eines tierischen Diabetes.

Der sekundäre Diabetes von Hund, Katze und Pferd

Die dritte und letzte Form ist der sekundäre Diabetes. Er wird deshalb als sekundär (zweitrangig) bezeichnet, weil er nur ein Symptom einer anderen Grunderkrankung darstellt. Kann diese Grunderkrankung geheilt werden, verschwindet mit ihr auch der Diabetes von Hund und Katze. Ursachen eines sekundären Diabetes sind Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie Entzündungen oder Krebs. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder die Verabreichung bestimmter Hormone durch die Tiernahrung kann einen sekundären Diabetes auslösen. Bei weiblichen Tieren gibt es hier eine Besonderheit: Nach dem Ende der Läufigkeit produzieren die Eierstöcke das die Schwangerschaft erhaltende Hormon Progesteron. Dadurch kann es zu einem Ungleichgewicht im Haushalt der Geschlechtshormone kommen, was wiederum die Insulinwirkung negativ beeinflussen kann.

Bei Pferden wurden die meisten beschriebenen Fälle von Diabetes mellitus im Zusammenhang mit dem so genannten „Cushing-Syndrom“ festgestellt. Es wird durch eine übermäßig lange Verabreichung des Medikamentes Kortison oder durch eine spezielle Krebsart ausgelöst werden. Bei diesem Krankheitsbild führt die erhöhte Produktion des körpereigenen Kortisons zum sekundären Diabetes.

Was tun bei diabetischen Haustieren?

Wer bei seinem Haustier Anzeichen für einen Diabetes feststellt, sollte schnellstens zum Tierarzt gehen. Dort wird der tierische Patient getestet und eine Insulineinstellung vorgenommen. Die Menge des benötigten Insulins wird an Hand des Körpergewichtes ausgerechnet und erfolgt direkt beim Tierarzt. In der Tiermedizin wird in der Regel ein Insulin eingesetzt, das nur einmal täglich gegeben werden muss. Dennoch gibt es Hunde, bei denen zwei Mal täglich eine Behandlung erforderlich ist. Drei bis vier Tage nach Anfang der Therapie sollte ein Blutzuckertagesprofil erstellt werden. Hierfür entnimmt der Tierarzt dem Tier mehrmals am Tag Blut und erstellt aus den Messwerten eine Kurve, aus der er ablesen kann, wie das Insulin auf den Kreislauf des Tieres wirkt. Der Blutzuckerwert wird für jede Tierart in einem bestimmten Bereich angegeben. Er sollte bei Hunden und Katzen etwa zwischen 100 und 125 mg/dl, beim Pferd zwischen 50 und 90 mg/dl und beim Wiederkäuer zwischen 40 und 60 mg/dl liegen. Daneben ist es sinnvoll, dass der Tierbesitzer drei Mal täglich den Zucker im Urin des Tieres bestimmt. Die besten Zeitpunkte sind morgens vor der Injektion und der anschließenden Fütterung, nachmittags vor der zweiten Mahlzeit und am späten Abend.

Wie spritzt man Tieren Insulin?

Wie beim Menschen wird auch beim Tier das Insulin unter die Haut (subkutan) gespritzt. Die bevorzugte Injektionsstelle sollte die Flanke des Tieres sein, also die Stelle hinter dem Rippenbogen. Auch die Injektion im Nackenbereich ist möglich – sie sollte jedoch vermieden werden, da diese Methode im Falle einer Entzündung erhebliche Risiken birgt. Grundsätzlich funktioniert das Spritzen so: Mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger wird eine Hautfalte abgehoben und ein „Zelt“ gebildet. Der Einstich erfolgt in etwa parallel zum Körper des Tieres. Um ein Gefühl für die „Hautfaltenbildung“ und die Injektionstechnik zu entwickeln, empfiehlt es sich, dies erst einmal an einem Handtuch und einer Orange zu üben. Bei Tieren wie bei Menschen muss Insulin kühl gelagert werden, es sollte nur in Absprache mit dem Arzt und in den empfohlenen Mengen verabreicht werden. Eine Insulintherapie bei Pferden ist eher nicht zu empfehlen, denn sie ist nicht nur zeitaufwendig und wegen der enormen Mengen äußerst kostspielig. Das Pferd kann und darf nicht mehr geritten werden, weil eine plötzliche Unterzuckerung Gefahr für Ross und Reiter birgt.

Autor: Meike Dackweiler

Quelle: http://www.diabetes-world.net/Portal-fuer-Patienten-und-Interessierte/Lebenssituationen/Diabetes-bei-Tieren/Insulingabe-durch-den-Tierbesitzer.htm?ID=3891
http://www.diabetespro.de/Zoologie-Nagetier-mit-Diabetes-Diabetes-A090326FLG0Q111226.html

http://www.diabetesgate.de/diabetes/tiere_diabetes_6234.php

30.06.2009

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