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Modernde und stinkende Kleidersäcke vor Dormagener Haustüren.

Altkleidersammlung wirft viele Fragen auf Altkleidersammlungen sind beliebt in Deutschland.

Viele Einwohner halten sie für sinnvoll und spenden gerne. Wohin auch sonst mit den alten Kleidungsstücken, die sowieso nicht mehr getragen werden. Doch sind diese Organisationen immer seriös? In diesem Fall lässt sich, fast logisch, auf ein klares „nein“ schließen.

von Lukas Will

DORMAGEN. Viele Dormagener fanden in den vergangenen Wochen graue Wäschekörbe mit einem festgeklebten Zettel auf dem Boden vor ihrer Haustür vor und packten, wie auf dem Zettel beschrieben, ihre Altkleider in Müllsäcke und Tüten und stellten die vollen Körbe wieder vor die Haustür. Doch da stehen sie nun seit über zwei Wochen und niemand kümmert sich um die Abholung. „Das ist eine Sauerei! Auf den Zetteln steht, dass die Körbe bereits am nächsten Tag wieder abgeholt werden sollen und jetzt stehen sie schon seit zwei oder drei Wochen da“, sagt Frau Honka, Anwohnerin der Teuschstraße. Die Kleidung ist zwar durch Säcke notdürftig verpackt, doch vor starkem Regen schützt sie das auch nicht. Triefende und modernde Kleidersäcke zieren die Hauseingänge der Teuschstraße. Inzwischen „stinkt es“ den Anwohnern. Verantwortlich für die Abholung ist das Sammelbüro Ercan Handan mit Sitz in Dietzenbach. SCHAUFENSTER recherchierte und rief mehrfach die, auf den Zetteln vermerkte, Handynummer an. Ohne Erfolg. Auch Anrufe bei Polizei und Ordnungsamt blieben ohne nennenswertes Ergebnis. Erst eine Recherche im Internet lieferte zahlreiche Ergebnisse, die leider alle nichts Gutes verheißen. Denn das Sammlungsgesetz in NRW ist schon seit geraumer Zeit aufgehoben. Eine Genehmigung des Ordnungsamtes muss nicht mehr eingeholt werden. Dies wird von einigen als „Sieg gegen die Bürokratie“ gefeiert, doch eröffnet dies nicht Neppern und Schleppern alle Möglichkeiten die Bewohner abzuzocken? Ercan Handan hat dennoch seit geraumer Zeit Sammlungsverbot in Nordrhein-Westfalen. Der Zettel im Inneren des Wäschekorbes wirft bei genauerem Hinsehen einige Fragen auf. Wofür wird hier eigentlich gesammelt? „Gewerbliche Altschuh- und Altkleidersammlung“ bedeutet lediglich, dass das Sammelbüro Ercan Handan von einem Verein dazu beauftragt wurde, die Altkleiderkörbe aufzustellen und einzuholen. Dies ist eine beliebte Methode von gemeinnützigen Vereinen, da das Aufstellen und Einsammeln sonst zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Normalerweise steht der Name des Vereins für den gesammelt wird auf den Flyern. Es sei denn es gibt keinen Verein für den man sammelt. Dies scheint bei Ercan Handan der Fall zu sein. Die Recherche ergibt, dass Handan zuletzt für das Bolivianische Kinderhilfswerk e.V. sammelte, doch auf der Internetseite des Vereins, gab der Sprecher der Organisation folgendes bekannt: „Die Vereinbarung mit der Firma Ercan Fairwertung, unseren Namen in Verbindung mit ihrer Altkleider- /Altschuhsammlung zu verwenden,ist mit Wirkung zum 10. April diesen Jahres aufgehoben. Eine Verwendung unseres Namens und Logos ist nicht mehr statthaft.“ Dies sollte klar machen, warum auf den Zetteln lediglich an das Mitgefühl der Menschen appelliert wird, ohne den Namen eines Vereines zu nennen. Das legt weiterhin den Verdacht nahe, dass es sich um kommerzielle Sammler handelt, die lediglich auf den eigenen Profit aus sind. Für gemeinnützige Zwecke sammeln sie hier scheinbar nicht. Doch viel schlimmer ist der Verdacht, dass sich hinter den Sammlungen eine gemeine „Tierfängermafia“ verbirgt. Gerd Straeten dem Vorsitzenden des Vereins der Tierversuchsgegner Pulheim, ist der Name Ercan Handan durchaus geläufig und weiß über das Sammlungsverbot Bescheid.. Bewiesen werden konnte jedoch bisher nichts, aber die Berichte von verschwundenen Katzen im Zusammenhang mit Altkleidersammlung und diesem Fall, häufen und gleichen sich. Kenner der Szene vermuten, dass die Wäschekörbe für die angebliche Altkleidersammlung aufgestellt werden, um herauszufinden wo Katzen vorhanden sind. Diese werden dann mit Futter angelockt, um im Transporter mitgenommen zu werden. Die Katzen könnten zum Beispiel an Tierversuchslabore verkauft werden. Diese Art von Tierfang wäre kein Einzelfall. Allerdings ist es bis jetzt niemanden gelungen, die Täter dabei zu beobachten. Dennoch sollten Sie vorsichtig sein und auf Ihr geliebtes Haustier Acht geben. Sollte vor ihrer Haustür ebenfalls ein, noch nicht abgeholter, grauer Wäschekorb stehen, so wenden sie sich bitte an das Ordnungsamt der Stadt Dormagen.

http://epaper.weiss-intermedia.de/file/29/114/7506/8540.pdf

12.07.2008

 

Altkleidersammlungen im Namen des Bolivianischen Kinderhilfswerkes waren nicht autorisiert - Zeugenaufruf Achim (kle). Wer kennt das nicht? Vor der Haustür oder dem Grundstück werden Wäschekörbe aufgestellt, in denen abgelegte Kleider, getragene Schuhe oder andere Gebrauchsgegenstände gesammelt werden - in der Regel für gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen, die die Spenden an Bedürftige weitergeben. Nicht immer geht es dabei ehrlich zu. Die Achimer Polizei ermittelt zurzeit gegen eine 31-Jährige aus dem Raum Frankfurt, die unter anderem auch in Achim entsprechende Sammlungen durchgeführt hat - angeblich für das Bolivianische Kinderhilfswerk. Von dort waren die Geschäftsverbindungen zum Verwertungsbetrieb der Frau jedoch schon zum 10. April dieses Jahres aufgekündigt worden - verbunden mit der Untersagung der Namensnennung des Hilfswerkes. Trotzdem hatte die Firma weiter um Kleiderspenden für Bolivien gebeten - unter anderem am 19. Mai in der Gerhard-van-der-Poll-Straße in Achim.  Aufgrund dieser Täuschungshandlung können Betrugstatbestände zum Nachteil der "Spender" erfüllt worden sein. Aus diesem Grunde hat die Achimer Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet. In diesem Zusammenhang ergeht dieser Zeugenaufruf mit der Bitte um Meldung von Personen, die diesem Spendenaufruf durch Hingabe von Sachen gefolgt waren und sich nun eventuell betrogen sehen! Es wird des weiteren auch um Hinweise von Zeugen gebeten, die konkrete Angaben zu Personen und/oder Kraftfahrzeugen machen können von bzw. mit denen das Abstellen und Abholen der Körbe durchgeführt worden war! Hinweise nimmt die Polizei Achim unter der Telefonnummer 04202/996-0 entgegen.

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/68441/1225008/polizeiinspektion_verden_osterholz

08.07.2008

 

 

 

 

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