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Tierhaltern bleibt die Ungewissheit

Kadaver | Auf der Straße getötete Haustiere werden in vielen Fällen zu schnell „entsorgt“.

Von Gisela König  

Deponieleiter Reinhard Gasch legt ein getötetes Tier in die Gefriertruhe der Deponie Sandmühle, wo die Kadaver gelagert werden.

Selb - Leider werden tote Haustiere - häufig trotz vorsorglicher Kennzeichnung durch ihre Besitzer - von Städten, Straßenmeistereien und der Abfallwirtschaft nach dem Auffinden nur in den seltensten Fällen identifiziert. Meistens werden sie kurz aufbewahrt und danach "entsorgt". Für die Besitzer bleibt damit die Ungewissheit, was aus ihrem geliebten Tier geworden ist. Dabei wäre es einfach, ein Fundtier, speziell wenn es sich um Hund und Katze handelt, nach einem Chip oder einer Tätowierung abzusuchen. Ein Beispiel, wie derartige Fälle oft ablaufen: Ein Hund büxt aus, wird angefahren, rappelt sich auf und flieht in Todesangst. Wenig später wird das regungslose Tier entdeckt und die Polizei oder Straßenmeisterei verständigt, die nach kurzer Überprüfung die Beseitigung des Kadavers veranlassen. Der mit einem Mikrochip gekennzeichnete Hund bleibt trotz intensiver Suche seines Besitzers spurlos verschwunden. Diese Tiertragödien wiederholen sich fast täglich auf den Straßen, und häufiger noch sind Katzenbesitzer diejenigen, die in Ungewissheit leben müssen. Manchmal führt diese Vorgehensweise zu unbegründeten Verdachtsmöglichkeiten, wie zum Beispiel der Mitwirkung von Tierfängern. Die Heimatzeitung hat daher bei den zuständigen Stellen in der Region einmal nachgefragt, wie dort mit aufgefundenen toten Haustieren verfahren wird. Roland Rais, Organisationsleiter im Baubetriebshof Selb, bestätigt das Prozedere weitestgehend. Finde der Reinigungsdienst im Stadtgebiet eine überfahrene Katze, werde diese im Bauhof an einem kühlen Ort gelagert, um sie dann rasch der Tierkörperverwertung zuzuführen. "Das kommt selten vor", so Rais. Heuer sei ihm noch kein Fall bekannt. An einen toten Hund kann er sich gar nicht erinnern, da hier in der Regel die Polizei eingeschaltet werde. Der Selber Schlachthof dürfe nach den neuen EU-Richtlinien keine Kadaver mehr annehmen. In nächster Zukunft sei im Bauhof eine Einrichtung geplant, in der tote Tiere über längere Zeit aufbewahrt werden können. Der Leiter der Straßenmeisterei Wunsiedel, Horst Ringlein, berichtet, dass überfahrene Hunde nach einer Chip-Nummer oder Steuermarke abgesucht würden. In einem einzigen Fall sei ein Hund nicht zuzuordnen gewesen. Dieser sei vorübergehend in der großen Gefriertruhe in der Mülldeponie Sandmühle bei Arzberg gelagert worden, wohin auch getötete Wildtiere gebracht werden. Und Deponieleiter Reinhard Gasch ergänzt, dass die Kadaver, darunter neben zahlreichen Füchsen auch ein Biber und ein Iltis, von einer Tierkörperverwertungsfirma regelmäßig abgeholt würden. Tote Katzen, so Horst Ringlein, würden zumeist unweit der Stelle, an der sie überfahren wurden, von einem Mitarbeiter begraben. "Natürlich in entsprechender Tiefe und nicht gerade im Wasserschutzgebiet", so der Oberstraßenmeister. Manchmal würden Tierbesitzer auch bei der Straßenmeisterei nachfragen, wenn sie ihr Haustier vermissen. "Wird es bei einer Kontrollfahrt entdeckt, informieren wir den Halter, wo seine Katze begraben ist." Detlef Bergmann, Dienststellenleiter der Autobahnmeisterei Hof, teilt mit, dass bei überfahrenen Haustieren prinzipiell nach einer Marke oder Tätowierung gesucht werde, "ein Chip-Lesegerät besitzen wir allerdings nicht. Lässt sich bei einem Hund eine Kennzeichnung ausmachen, melden wir das der Polizei." Katzen werden auch von den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei neben dem Fundort am Straßenrand vergraben. Größere Tiere wie Wild - in den letzten Jahren aber kein einziger Hund - würden in die "Klappe" beim Hofer Schlachthof gebracht.

http://www.frankenpost.de/nachrichten/fichtelgebirge/selb/art2457,1240285

22.04.2010

 

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